Unterfranken ist einer der sieben Regierungsbezirke in Bayern und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Unterfranken. Er liegt im Nordwesten des Freistaates und grenzt im Süden und Westen an die Bundesländer Baden-Württemberg bzw. Hessen, im Norden an den Freistaat Thüringen und im Osten an die bayerischen Regierungsbezirke Oberfranken und Mittelfranken.

Der Main durchfließt Unterfranken, weshalb die Region besonders bei den Einheimischen als Mainfranken bezeichnet wird.

Der Regierungsbezirk Unterfranken umfasst drei kreisfreie Städte und neun Landkreise:

Kreisfreie Städte
  1. Aschaffenburg
  2. Schweinfurt
  3. Würzburg

Landkreise

  1. Landkreis Aschaffenburg
  2. Landkreis Bad Kissingen
  3. Landkreis Haßberge
  4. Landkreis Kitzingen
  5. Landkreis Main-Spessart
  6. Landkreis Miltenberg
  7. Landkreis Rhön-Grabfeld
  8. Landkreis Schweinfurt
  9. Landkreis Würzburg

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Verwaltungssitz: Würzburg
Fläche: 8.530,99 km²
Einwohner: .337.876 (31. Dezember 2006)
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner je km²
Homepage: Regierung.unterfranken.bayern.de

 

Anmerkungen:

  1. Der Landkreis Haßberge hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Haßberg-Kreis.

  2. Der Landkreis Main-Spessart hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Mittelmain. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Lohr a. Main.

  3. Der Landkreis Rhön-Grabfeld hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Bad Neustadt a. d. Saale.

Verwaltungsgliederung des Regierungsbezirks vor der Landkreisreform

Die folgende Gliederung in kreisfreie Städte und Landkreise galt bis zum 30. Juni 1972

Kreisfreie Städte Landkreise Landkreise
Aschaffenburg
Schweinfurt
Würzburg
Kitzingen
Bad Kissingen

 

Landkreis Alzenau
Landkreis Aschaffenburg
Landkreis Bad Brückenau
Landkreis Bad Kissingen
Landkreis Bad Neustadt an der Saale
Landkreis Ebern
Landkreis Gemünden
Landkreis Gerolzhofen
Landkreis Hammelburg
Landkreis Haßfurt
Landkreis Hofheim
Landkreis Karlstadt
Landkreis Kitzingen
Landkreis Königshofen im Grabfeld
Landkreis Lohr
Landkreis Marktheidenfeld
Landkreis Mellrichstadt
Landkreis Miltenberg
Landkreis Obernburg
Landkreis Ochsenfurt
Landkreis Schweinfurt
Landkreis Würzburg

Anmerkung: Bis nach dem Zweiten Weltkrieg hieß der Regierungsbezirk Mainfranken.

Wirtschaft
Die Arbeitslosen-Quote in Unterfranken betrug im Mai 2007 5.0 Prozent.

Die wirtschaftlichen Schwerpunkte Unterfrankens liegen in Aschaffenburg, Würzburg, Schweinfurt so wie den größeren Mittelzentren am Main entlang (z.B. Miltenberg, Lohr am Main).

Laut dem europäischen Statistikamt erreicht Unterfranken ein BIP pro Kopf von 117,3 des europäischen Durchschnittes.

Geschichte
Mit dem Übergang unterfränkischer Gebiete an das neue Königreich Bayern mit dem Wiener Kongress entstand der „Untermainkreis“ mit Würzburg als Hauptstadt. Den Namen „Unterfranken“ trägt der Bezirk seit dem 1. Januar 1838 in Anlehnung an das Herzogtum Franken, in dessen ehemaligem Ostteil er liegt. 1945 fiel Ostheim vor der Rhön an Unterfranken.

Politik 
Regierungspräsidenten

1814-1817: Maximilian Freiherr von Lerchenfeld
1817-1825: Franz-Wilhelm Freiherr von Asbeck
1826-1832: Max Freiherr von Zu-Rhein
1832:         Karl Freiherr von Stengel
1833-1837: August Graf von Rechberg und Rothenlöwen
1837:         Ferdinand Freiherr von Andrian-Werburg
1838-1840: Philipp Graf von Lerchenfeld
1840-1849: Leopold Graf Fugger von Glött
1849-1868: Dr. Friedrich Freiherr von Zu-Rhein
1868-1901: Dr. Friedrich Graf von Luxburg
1901-1907: Ludwig von Kobell
1907-1913: Dr. Karl Ritter von Müller
1913-1916: Dr. Friedrich Ritter von Brettreich
1917-1929: Julius Ritter von Henle
1929-1933: Dr. hc. Bruno Günder
1945:         Dr. h.c. Adam Stegerwald, CSU
1945-1946: Jean Stock
1946-1950: Dr. Adolf Körner
1950-1952: Dr. Karl Kihn
1952-1960: Prof. Dr. Josef Hölzl
1960-1968: Dr. Heinz Günder
1968-1974: Dr. Robert Meixner
1975-1984: Dr. h.c. Philipp Meyer
1984-2000: Dr. Franz Vogt
2000-heute: Paul Beinhofer

Literatur

  • Abels, Björn-Uwe: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Unterfrankens, (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 6). - Kallmünz, 1979

  • Wagner, Horst-Günter: Zum Standort des Wirtschaftsraumes Unterfranken im Spiegel seiner jüngeren historischen Außenbeziehungen. - S. 1 - 22 in: Ante, Ulrich (Hrsg.): Zur Zukunft des Wirtschaftsraumes Unterfranken. Würzburg 1992 = Würzburger Universitätsschriften zur Regionalforschung (Bd. 4).

  • Wagner, Horst-Günter: Mainfranken - Wirtschaftsgeographische Entwicklungswege und Problemfelder. S. 17 - 35 in: Marquardt-Kuron, Arnulf und Konrad Schliephake (Hrsg): Raumbezogene Verkehrswissenschaften - Anwendung mit Konzept. Bonn 1996, 428 S. = Material zur Angewandten Geographie Band 26.

  • Wagner, Horst-Günter: Die Entwicklung des Wirtschaftsraumes Unterfranken 1814-2000. S. 137-189 in: Peter Kolb/Ernst-Günter Krenig (Herausg.): Unterfränkische Geschichte Band 5/1, Würzburg 2002. ISBN 3-429-02373-4.

  • Wagner, Horst-Günter und Winfried Schenk: Dynamik und Struktur der Bevölkerung in Unterfranken seit 1815. S. 55 - 74 in: Kolb, Peter u. Ernst-Günter Krenig (Hrsg.): Unterfränkische Geschichte, Bd 5/1. Würzburg 2002. ISBN 3-429-02373-4.

  • Ralf Nestmeyer: Franken. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 4. Auflage 2007. ISBN 3-89953-278-4.

Weblinks

 

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